Handchirurgie

Unsere Hände sind wichtige Werkzeuge, die uns helfen, mit der Welt um uns herum zu interagieren. Wir nutzen sie um unseren Lebensunterhalt zu verdienen, an Sport und Hobbies teilzunehmen und um für uns und unsere Familien zu sorgen. Wenn unsere Hände in ihrer Funktion eingeschränkt sind, ist unser Leben in vielerlei Hinsicht mit betroffen.

 

Herr Dr. Körfer hat die dreijährige Weiterbildung zum Handchirurgen absolviert und widmet sich umfassend der Behandlung einer Vielzahl von Handproblemen.  Sein breites Behandlungsspektrum reicht von einfachen Brüchen, über Verschleisserkrankungen bis zu komplexen Fragestellungen bei Schmerzen und Funktionseinschränkungen an der Hand.

Welche Erkrankungen behandeln wir ?

Hand und Handgelenk

 

- Arthrose der Hand- und Fingergelenke -
- Schnellende Finger -
- Schnellender Daumen -
- Karpaltunnelsyndrom -
- Dupytren´sche Kontraktur -
- Frakturen -
- Ganglion-Zysten -
- Bandverletzungen -
- Nerven- und / oder Sehnenverletzung -
- Osteonekrose der Handwurzelknochen -
- Schädigungen des dreieckigen Faserknorpel (TFCC) am Handgelenk -
Tumore -

 

Unterarm und Ellenbogen

 

- Arthrose des Ellenbogen -
- Frakturen -
- Dekompression des Radialnerven -
- Tennisarm -
- Einengung des Nervus ulnaris am Ellenbogen -


Welche Therapieverfahren wenden wir an ?

- Offene Nervendekompression -
- Arthroseoperationen an Hand und Handgelenk -
- Behandlung von Brüchen und Bandverletzungen an Hand und Handgelenk -
- Behandlung der Dupuytren´schen Kontraktur -
- Arthroskopie (Gelenkspiegelung) an der Hand -
- Mikrochirurgie (Nerven- und Gefäßreparatur) -

Das Karpaltunnelsyndrom

Das Karpaltunnelsyndrom (KTS) ist eine Erkrankung, die durch erhöhten Druck auf den Mittelnerv (Nervus medianus) in Höhe des Handgelenkes verursacht wird. Dort passiert der Nerv eine als Karpaltunnel bezeichnete Engstelle, durch die Nervus medianus und mehrere Sehnen beim Eintritt vom Unterarm in die Hand verlaufen. Das Karpaltunnelsyndrom tritt auf, wenn Schwellungen in diesem Tunnel den Nerv einengen oder zusammendrücken.

Risikofaktoren für ein Karpaltunnelsyndrom

Es gibt mehrere Faktoren, die zur Verengung des Karpaltunnels und zur Druckerhöhung auf den Mittelnerv (Nervus medianus) beitragen können. Diese Krankheitem können zur Entstehung eines Karpaltunnelsyndroms führen:

 

- Chronische Krankheiten wie Scchilddrüsenerkrankungem, Rheuma oder Diabetes -
- Wiederholte monotone Hand- und / oder Handgelenkbewegungen -
- Schwangerschaft -

Symptome eines Karpaltunnelsyndroms

Häufige Anzeichen des Karpaltunnelsyndroms sind:

 

- Schmerzen -
- Taubheitsgefühl in den Fingern -
- Kribbeln -
- Schwäche beim Greifen von Gegenständen -
- Tendenz, Dinge fallen zu lassen -
- Schlechter Schlaf durch nächtliches Aufwachen aufgrund von Schmerzen und Kribbeln in der Hand -
- Ausdünnung der Muskeln in der Handfläche -

 

Die Taubheit und das Kribbeln betrifft oft in den Daumen-, Zeige-, Mittel- und Ringfinger.

Dies kann jedoch von Patient zu Patient variieren.

Diagnose des Karpaltunnelsyndroms

Abhängig von der klinischen Untersuchung der Hände können zusätzliche diagnostische Tests erforderlich sein, um das Vorhandensein und das Ausmaß des Karpaltunnelsyndroms zu bestätigen.

 

Diese beinhalten:

 

- Neurologische Nervenuntersuchungen  (z.B. Messung der Nervenleitgeschwindigkeit) -
- Labortests -
- Röntgenuntersuchungen -
- Ultraschalluntersuchungen -
- Kernspintomographie (MRT) -

Behandlung des Karpaltunnelsyndroms

Die Behandlung hängt von der Schwere der Symptome ab.

 

Es gibt mehrere nicht-chirurgische Behandlungsmöglichkeiten, die helfen können, die Symptome zu lindern und die Wahrscheinlichkeit einer langfristigen Schädigung des Nervs zu reduzieren. Diese beinhalten:

 

- Aktivitäten vermeiden, die Taubheit und Schmerz verursachen -
- Zwischen den Aktivitäten, die Taubheit und Schmerzen verursachen, längere Ruhezeiten einhalten -
- Eisanwendungen im Handgelenk-Bereich -
- Entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen -
- Eine Handgelenkschiene tragen -
- Kortikosteroid-Injektionen in den Karpaltunnel -

 

Wenn die Symptome schwer sind oder sich nicht verbessern, kann eine Operation der nächste Schritt sein.

Der Druck auf den N. medianus wird durch die operative Entlastung des Ligaments (Bandes) über dem Karpaltunnel verringert.

 

Physiotherapie oder Rehabilitation des Karpaltunnelsyndroms

Das ultimative Ziel von Therapie und Rehabilitation ist die Wiederherstellung und Optimierung der Handfunktion, die Wiederherstellung der Unabhängigkeit und die Verbesserung der Lebensqualität insgesamt.

 

Wir bieten Behandlungspläne, die auf den Zustand, den Lebens- und Arbeitsbedarf eines jedes Patienten zugeschnitten sind:

 

Nicht-chirurgische Option.

Für Patienten, die keine Operation benötigen, aber von einer Therapie profitieren würden.

 

Postoperative Rehabilitation.

Um Patienten bei der Genesung nach einem chirurgischen Eingriff zu helfen.

Schnellender Finger

Ein schnellender Finger wird entweder durch eine Schädigung, der sogenannten Ringbänder oder der Beugesehnen der Hand  verursacht.  

 

Die Beugesehnen sind "Seile", die die Muskeln mit den Fingerspitzen verbinden. Die Ringbänder sind "Tunnel", durch die die Sehnen laufen. Manchmal verdickt sich das Ringband oder die Sehne entwickelt einen Knoten. Das eine oder andere bewirkt , dass das Gleiten der Sehne behindert wird. Manchmal bleibt der Finger dadurch "hängen" und kann nicht mehr gestreckt werden. Der Ruck, der entsteht wenn man den Finger wieder gerade biegt, nennt man "schnellen".

Risikofaktoren für einen schnellenden Finger

In den meisten Fällen gibt es keine eindeutige Ursache für einen schnellenden Finger, aber dieses Phänomen kann mit Erkrankungen wie Diabetes und rheumatoider Arthritis in Verbindung gebracht werden. Der schnellende Finger tritt häufiger bei Frauen als bei Männern und bei Menschen im Alter von 40 bis 60 Jahren auf.

Symptome eines schnellenden Fingers

Häufige Anzeichen und Symptome eines schnellenden Fingers sind:

 

- Schmerz und Übermempfindlichkeit in der Handfläche an der Unterseite des Fingers -
- Knacken oder Festhaken des Fingers -
- Der Finger kann plötzlich nicht mehr  in Richtung Handfläche gebogen werden -

Therapie des schnellenden Fingers

Die Behandlung hängt von der Schwere der Symptome ab, ob diese auch ohne Operation behoben werden können.

 

Nicht-chirurgische Behandlungen umfassen:

 

- Entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen -
- Kortison-Injektionen, um Schmerzen und Schwellungen zu reduzieren -

 

Wenn eine nicht-chirurgische Behandlung nicht funktioniert, wird in der Regel eine Operation empfohlen 

 

Bei der Operation wird das Ringband gespalten, um ein besseres Sehnengleiten zu ermöglichen und Festhaken des Fingers zu vermeiden.

Physiotherapie und Rehabilitation des Schnellenden Fingers

Das letztendliche Ziel von Therapie und Rehabilitation ist die Wiederherstellung und Optimierung der Handfunktion und eine verbesserte Lebensqualität insgesamt. Wir bieten Behandlungspläne an, die auf den Zustand, den Lebens- und Arbeitsbedarf jedes Patienten zugeschnitten sind.

Dupuytren'sche Kontraktur

Die Dupuytren-Krankheit, auch Morbus Dupuytren genannt, wird durch Ausbildung von derben Knoten und Strängen des Bindegewebes in der Handfläche verursacht. Dabei kommt es häufig zur Einschränkung der Streckfähigkeit eines oder mehrerer Finger. Sowohl Knoten- und Stränge als auch Beugefehlstellung nehmen im Laufe der Zeit zumeist zu.

 

Die Erkrankung ist im wesentlichen erblich bedingt.

Risikofaktoren für eine Dupuytren´sche Kontraktur

Obwohl die Ursachen der Dupuytren-Krankheit unbekannt sind, gibt es Faktoren, die eine gewisse Häufung zeigen:

 

- Am häufigsten tritt sie auf bei Männern nordeuropäischer Abstammung, meist 40 Jahre oder älter. -
- Männer entwickeln auch häufiger eine Dupuytren-Krankheit als Frauen-  im Verhältnis von 3: 2. -
- Dupuytren-Krankheit zeigt eine gewisse familiäre Häufung, ist aber nicht immer vererbt und kann auch bei Patienten ohne eine positiven Familienanamnese auftreten. -

Symptome EINEr DUPUYTREN´SCHEn KONTRAKTUR

Betroffen sind oft beide Hände

 

- Knoten und Narbenstränge unter der Haut und  der Handfläche, die überempfindlich oder schmerzhaft sein können -
- Kontraktur der Finger -
- Unfähigkeit, die Hand flach auf einen Tisch zu legen -
- Unfähigkeit, große Objekte zu fassen -
- Schwierigkeiten die Hände in die Hosentaschen zu stecken -

 

Die Dupuytren-Krankheit ist typischerweise nicht schmerzhaft. Die Knötchen und Narbenstränge können mit der Zeit wachsen, aber sie sind nicht bösartig. Es gibt keine Heilung für Dupuytren-Krankheit, aber es gibt Behandlungen, die Funktion der betroffenen Hände zurückbringt.

Therapie EINEr DUPUYTREN´SCHEn KONTRAKTUR

Wir versuchen gemeinsam mit jedem Patienten das für ihn beste Behandlungsverfahren anzuwenden.

 

Überwachung

 

In leichten Fällen raten wir dazu das verdickte Gewebe zunächst zu beobachten. Wenn die Krankheit so weit fortgeschreitet, dass sie Probleme beim täglichen Gebrauch der Hand verursacht, existieren verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Unabhängig von der Ausprägung der Gewebeveränderung in der Handfläche empfehlen wir ein Beratungsgespräch, um jedem Betroffenen die angemessene Behandlung zukommen lassen zu können.

 

 

Chirurgie

 

Bei einer Fasziotomie wird das erkrankte Gewebe durch eine Operation entfernt. Dieses Verfahren stellt eine sehr wirksame Behandlungsmethode dar. Zumeist ist nach der Operation intensive Physiotherapie notwendig. Das Risiko für ein Wiederauftreten der Krankheit nach dieser Operation liegt bei etwa 20%.

     

 

Nadelfasziotomie

 

In ausgewählten Fällen kann das kontrahierte, kranke Gewebe geschwächt werden, indem es mehrmals mit einer Nadel durch die Haut punktiert wird. Dieses Verfahren kann unter örtlicher Betäubung erfolgen und liefert schnelle Ergebnisse. Die Rezidivrate nach diesem Eingriff scheint jedoch höher zu sein als bei anderen Behandlungen.